Patrizia Solari
Hausfrau - Italien
Als meine Mutter vor zwei Jahren bei uns wohnte, brauchte sie (damals 79) eine Operation des grauen Stars. Sie war sehr ängstlich, weil sie in einem fremden Land war, wo sie kein Wort verstand - sie spricht nur ihre Muttersprache, und das ist italienisch. Mein Hausarzt hier in Prag schickte uns in eine nahe gelegene Augenklinik im siebten Stadtbezirk. Dank viel Ermutigung war sie einverstanden, die Operation anzupacken. Wegen des Sprachproblems fragte mich der Arzt, ob ich im Operationssaal neben meiner Mutter sitzen und mit der Übersetzung helfen könnte. Also habe ich eine weiße Haube aufgesetzt und drin war ich. Das ganze Verfahren war sehr schnell, professionell und stressfrei, sogar für meine alte Mama, und wurde von einem wirklich bemerkenswerten Team von Leuten vorgenommen.
Ich war von dieser Erfahrung (und dem Ergebnis) so positiv beeindruckt, dass ich beschloss zu schauen, ob solche Experten auch etwas für mich tun könnten.
Ich war Brillen- und Kontaktlinsenträgerin seit ich 17 war und ich lernte sehr lange Zeit, mit weniger als der Hälfte der festgelegten Dioptrien zu leben. Neulich begann ich, den Bedarf zu spüren, eine Lesebrille zu tragen, aber das führte zu verschiedenen Problemen, weil ich 2 Glasstärken haben musste, je nachdem, ob ich mit einer Brille oder Kontaktlinsen unterwegs war. Kopfschmerzen setzten mir immer mehr zu und Kontaktlinsen konnte ich nur einige Stunden pro Woche tragen, weil ich jetzt Hormontabletten nehme, die meine Augen ziemlich austrocknen. So betrat ich an einem Morgen im vergangenen Januar das Refraktionscenter in der Straße Olivová, mit Herzklopfen wie nach einem Rennen. Wegen meines Alters denke ich, dass ich an der Grenze der Machbarkeit der Operation stand, und die Tests dauerten ungefähr 2 Stunden. Schließlich war Dr. Klečka zufrieden und sagte, dass der Lasereingriff mit erfolgreichem Ergebnis vorgenommen werden kann. Der Tag der ersten Operation wurde festgelegt und bald war ich zurück im Center. Zu meiner Überraschung gab es dort eine Menge anderer Patienten und es sah aus wie bei einem Zahnarzt, bei dem darauf wartet, aufgerufen zu werden; mit dem Unterschied, dass die Leute eine viel bessere Laune hatten und sogar Witze machten! Ich bekam ein Sedativum und in regelmäßigen Abständen verabreichte mir eine Krankenschwester Augentropfen. Nach 20 Minuten war ich an der Reihe. Die Operation war schnell, schmerzfrei (nur mit einem unangenehmen Gefühl für einige Sekunden) und der Arzt war wunderbar und erklärte mir alles vom ersten bis zum letzten Schritt: Eindeutig weniger beschwerlich als ein Besuch beim Zahnarzt! Ich nahm nur 1 Schmerztablette und schlief in der Nacht darauf gut und am nächsten Morgen, als ich aufwachte und mich im Spiegel ansah, fühlte ich mich gut, das Auge war in Ordnung und, vor allem, ICH SAH! Ich legte die Kontaktlinse in das zweite Auge ein und ging zum Friseur. Ich konnte es nicht erwarten, dass die Woche vorbei war, damit das andere auch die gleiche Behandlung bekommen konnte. Die ersten 3 Tage nach der Operation waren großartig, weil ich in dem anderen Auge die Kontaktlinse tragen durfte. Die letzten 3 Tage vor der zweiten Laserbehandlung waren schon komplizierter, weil die Kontaktlinse nicht erlaubt war, damit sich das Auge erholt, und das Tragen einer Brille mit nur einem Glas nicht richtig möglich war. Aber sie gingen schnell genug vorbei.
Ich werde dem wunderbaren Ärzteteam, das mir meine volle Sehkraft zurückgab, ewig dankbar sein. Es ist ein wunderbares Gefühl, am Morgen aufzuwachen, nach der Brille zu greifen und sich dann bewusst zu werden, dass man sie nicht braucht! Das einzige, was ich bereue, ist, dass ich die Operation nicht schon früher habe machen lassen.
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