Verbringen Sie Ihre Zeit gerne mit einem guten Buch in der Hand? Sind Sie wissbegierig, oder mögen Sie gerne die Abenteuer fiktiver Helden? Falls Sie aber einen Sehfehler haben, ist eine richtige dioptrische Korrektur für Sie wichtig – egal ob Sie ein eifriger Leser sind oder nur von Zeit zu Zeit in einem Buch blättern. Verschlechtert häufiges Lesen die Sicht? Und ist ein klassisches Buch oder ein E-Book-Reader besser für die Augen?
Buch oder E-Reader?
Als Leser hat man heute die Wahl zwischen einem klassischen, auf Papier gedruckten oder einem elektronischen Buch. E-Book-Reader bieten bestimmte Vorteile. Selbstverständlich haben gedruckte Bücher ihren Reiz, aber in den Reader passt eine ganze Büchersammlung, sie sind also leichter. Außerdem lassen sie sich ans Internet anschließen – und man kann die Schrift groß- oder kleinstellen.
Was meinen die Augen dazu?
Beim Lesen kann es durch die längerdauernde Scharfstellung auf eine kurze Entfernung zu einer Verkrampfung der Muskeln kommen, sodass man für eine gewisse Zeit seinen Blick nicht mehr auf entfernte Gegenstände konzentrieren kann. Dieser Zustand klingt allerdings nach einiger Zeit wieder ab. Zudem können die Augen beim Lesen – genauso wie beim Blick auf einen Monitor oder in andere digitale Geräte – ermüden. Dann sind die Augen gereizt, gerötet oder trocken, und man sieht unscharf. Auch in diesem Fall ist es nur ein vorübergehender Zustand, der bei einer Erholung der Augen wieder verschwindet. Bei unangenehmen Symptomen helfen Augentropfen. Beim längeren Lesen sind Pausen nützlich, während derer man in die Ferne schaut. In jedem Fall aber verderben weder gedruckte Bücher noch E-Reader die Augen!
Lesen mit Sehfehler
Gehören Sie zu jenen, bei denen der Arzt einen Refraktionsfehler festgestellt hat? Dann tragen Sie sicher entweder Kontaktlinsen oder eine Brille. Mit der Zeit kommt es in den Augen zu Veränderungen. Dann kann sich die Dioptriezahl verändern oder beim Astigmatismus die Achse und der Zylinder einen anderen Wert bekommen. Um wirklich Spaß zu haben am Lesen, sollte man regelmäßig die Augen von einem Spezialisten kontrollieren lassen. Nur so können rechtzeitig Veränderungen aufgedeckt werden.
Brauchen Ihre Augen verschiedene dioptrische Korrekturen für unterschiedliche Entfernungen? Dann sind eine Bifokal- oder Gleitsichtbrille oder entsprechende Kontaktlinsen für Sie die richtige Wahl. Eine weitere Möglichkeit besteht in einem refraktiven Eingriff, der Sie für immer unabhängig macht von Brille oder Kontaktlinsen.
Schadet Lesen bei schwachem Licht den Augen?
Wohl jeder hat irgendwann schon mal die Warnung gehört: „Verdirb Dir die Augen nicht!“ Denn weit verbreitet ist die Annahme, dass Lesen bei schwachem Licht schädlich wäre. Doch neueste Studien zeigen, dass dies nicht wahr ist.
Der Winter ist sicher die beste Zeit zum Lesen eines guten Buches, und das besonders bei Kerzenlicht oder im warmen Licht einer Nachttischlampe. Kinder lesen sogar gern beim Schein einer Taschenlampe unter der Bettdecke. Anstatt dass sie aber unterstützt werden, sich in ein Buch zu verkriechen, wird ihnen häufig Angst gemacht, dass dies die Augen schädige. Dabei besteht kein Grund für Befürchtungen: Das Lesen im Halbdunkeln schadet den Augen nicht! Falls man aber eine Lesebrille braucht, sollte man diese aufsetzen.
Tatsächlich fehlen die Beweise dafür, dass bei schwachem Licht Ihre Augen beim Lesen leiden könnten. Eine Sache ist jedoch klar: Bei gedämpftem Licht müssen Sie Ihre Augen stärker anstrengen, damit diese Ihnen Dienste leisten. Je anstrengender das Lesen ist. und je schneller die Augen ermüden, desto eher führt das zu geröteten Augen und Kopfschmerzen. Dennoch leidet die Sehfähigkeit nicht anhaltend darunter.
Wenn Sie also gerne bei gedämpftem Licht lesen, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Zugleich sollten Sie den Augen aber Gelegenheit zur Erholung geben, indem Sie entweder gleich oder später das Buch für eine Weile zur Seite legen oder kleine Übungen für die Augen machen. Das dauert nur einige wenige Minuten, und danach werden sich Ihre Augen erholt anfühlen und wieder bereit sein zum Lesen.
