Denken Sie an die Vorsorge! Gehen Sie rechtzeitig zur Augen-Untersuchung

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Denken Sie an die Vorsorge! Gehen Sie rechtzeitig zur Augen-Untersuchung

Denken Sie an die Vorsorge! Gehen Sie rechtzeitig zur Augen-Untersuchung

Die Vorsorge ist ein untrennbarer Teil der Gesundheitsangebote, dennoch wird sie von vielen Menschen unterschätzt. Dabei können gerade Vorsorgeuntersuchungen schwere Erkrankungen schon in einem Stadium entdecken, in dem noch eine Heilungschance besteht.

Auch in der Augenheilkunde ist eine ganze Reihe an Krankheiten bekannt, bei denen eine rechtzeitige Diagnose wichtig ist sowie ein baldiger Beginn der Behandlung. Wenn Patienten wegen der Angst vor dem Coronavirus eine Augenuntersuchung aufschieben und zu spät zum Arzt gehen, kann dies zu einer ernsthaften Schädigung des Sehvermögens oder zur Erblindung führen.

An eine Vorsorgeuntersuchung der Augen sollten vor allem jene Menschen denken, bei denen ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung besteht: zum Beispiel Senioren, stark Kurzsichtige, Diabetiker und diejenigen, in deren Familie der Grüne Star vorgekommen ist. Falls der Arzt einen Augenfehler oder eine Erkrankung erkennt, empfiehlt er sofort die geeignete Behandlung.

Eine besonders heimtückische Krankheit ist der Grüne Star beziehungsweise das Glaukom. Es entwickelt sich symptom- und schmerzfrei, wobei schrittweise die Nervenfasern absterben. Die Patienten sehen häufig nicht das gesamte Bild, haben kleinere Ausfälle im Gesichtsfeld, Störungen des peripheren Sehens, eine geringere Sehschärfe oder auch verwischte Ränder des Gesichtsfeldes. Viele Betroffene machen sich dennoch die Sehprobleme nicht bewusst oder schieben sie auf ihr Alter. Ohne Behandlung kann ein Glaukom aber zur vollständigen Erblindung führen.

Bei älteren Menschen liegt der Verlust der Sehfähigkeit am häufigsten an einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Vor allem die sogenannte feuchte Form der AMD schreitet schnell voran und kann innerhalb von wenigen Wochen oder Monaten zur Erblindung führen. Einzig eine rechtzeitige Diagnose dieser Krankheit und eine Behandlung mit modernen Medikamenten kann den Verlust der Sehfähigkeit aufhalten. Erste selbst feststellbare Anzeichen einer Makuladegeneration sind eine verzerrte Sicht, graue Stellen in der Mitte des Gesichtsfeldes, ein ungewohnt scharfes Bild oder Linien und Buchstaben, die gewellt beziehungsweise gebogen erscheinen. 

Eine Vorsorgeuntersuchung bei älteren Menschen kann auch einen Grauen Star enthüllen, bei dem sich die Sehfähigkeit verschlechtert. Er zeigt sich häufig durch schlechtere oder vernebelte Sicht, die manchmal mit dem Blick durch eine Plastiktüte oder einen Vorhang verglichen wird. Viele Patienten glauben jedoch, dies sei normal, und gehen nicht zum Arzt. Die Operation eines Grauen Stars sollte aber nicht unnötig hinausgezögert werden. Dabei geht es nicht nur um die Lebensqualität, sondern auch darum, dass die OP umso schwieriger wird, je weiter die Erkrankung fortgeschritten ist.

Ebenso sollten Diabetiker zu Vorsorgeuntersuchungen ihrer Augen gehen – und zwar wegen der sogenannten diabetischen Retinopathie. Das Heimtückische an dieser Erkrankung ist, dass bei ihr zunächst fast keine Symptome bestehen. Erst im späteren Stadium verschlechtert sich die Sicht, was sich dann aber nicht mehr beheben, sondern nur noch verlangsamen lässt. Netzhauterkrankungen müssen rechtzeitig erkannt werden, andernfalls droht der Verlust des Augenlichts!