Vergleich der Operationsverfahren

Home / Laser-Operation der Augen / Vergleich der Operationsverfahren

Laser-Operationen können in zwei grundlegende Kategorien unterteilt werden: oberflächliche und tiefe Eingriffe. Zudem lassen sich individualisierte und standardisierte Verfahren unterscheiden. Welches sind die jeweiligen Spezifika, und wie werden die Eingriffe optimal durchgeführt?

Oberflächliche Eingriffe

Diese Behandlungsverfahren tragen unterschiedliche Bezeichnungen, doch bei allen wird nur die oberste Schicht der Hornhaut entfernt und modelliert. Diese oberste Schicht nennt man Epithel, sie erneuert sich auf natürliche Weise ständig. Bei der Entfernung des Epithels werden die Nervenenden der Hornhaut freigelegt, was relativ schmerzhaft ist, aber zum Beispiel unter dem Schutz von Kontaktlinsen verheilt das Epithel innerhalb von drei bis vier Tagen durch eine neue Schicht. Dieser Selbstheilungsprozess der Hornhautoberfläche wird bei allen oberflächlichen Eingriffen genutzt. Immer wird dabei das Epithel entfernt, und der Eingriff erfolgt in der Schicht darunter. Welche Eingriffe sind dies?

Bei diesem Operationsverfahren wird das Epithel nicht mechanisch, sondern nur per Excimer-Laser in der ersten Phase des Eingriffs entfernt. Das Problem ist jedoch, dass die Dicke des Epithels bei jedem Menschen unterschiedlich ist, aber nicht im Vorfeld gemessen werden kann. Daher wird das Epithel auf Schätzung entfernt, was die Operationsergebnisse vergleichsweise ungenau macht. Diese Art Eingriff führen wir nicht in unserer Klinik durch.

Bei dieser Methode wird konzentrierter Alkohol auf das Epithel aufgetragen. Dadurch entsteht eine Schicht, die einer Hornhaut-Lamelle ähnelt, aber meist aus abgestorbenen Zellen besteht. Diese Schicht wird abgetragen und nach der Operation aber wieder an ihren früheren Ort zurückversetzt. Sie hat teilweise die Funktion jener Kontaktlinse, die in den meisten Fällen ohnehin auf das Auge gesetzt werden muss. Paradoxerweise verlangsamt diese Lamelle in einigen Fällen den Heilungsprozess. 

Bei dieser Operationstechnik wird das Epithel mithilfe eines Spezialinstruments wie ein Teppich zusammengerollt. Falls es gelingt, ein durchgehendes Verbindungsstück zu erhalten, kann das Epithel am Ende des Eingriffs wieder an seinen früheren Ort zurückgerollt werden. Im Unterschied zum LASEK-Verfahren ist diese Methode vitaler. Auch hier wird aber für den Heilungsprozess meist eine Kontaktlinse verwendet.

Die oben beschriebenen Behandlungsmethoden führen wir bei uns nicht durch. Sollten bei einem Patienten die von uns bevorzugten Verfahren iDESIGN iLASIK oder FemtoLASIK nicht möglich sein, bevorzugen wir eine Behandlung per PRK, da sie leicht durchzuführen ist und sich die Zeit für die Heilung relativ gut abschätzen lässt. Ein weiterer Vorteil des PRK-Verfahrens ist, dass es auch individualisiert (iDESIGN PRK) möglich ist. Dabei werden jedoch niemals beide Augen auf einmal operiert, sondern mit zeitlichem Abstand.

 

Lasek – Auftragen einer Alkohollösung auf das Hornhaut-Epithel

Lasek – Abtragung der Epithel-Lamelle

Tiefe Eingriffe

Den folgenden Methoden ist gemeinsam, dass eine Hornhaut-Lamelle präpariert wird. Dieser sogenannte Flap reicht in tiefere Schichten, die sich Stroma nennen. Deswegen werden solche Eingriffe auch als intrastromal bezeichnet. Derzeit wird am häufigsten ein Femto-Sekundenlaser für die Bildung einer entsprechenden Lamelle genutzt, er hat das frühere Mikrokeratom ersetzt.

  • LASIK (Laser in situ Keratomileusis)
  • FemtoLASIK
  • ReLEx Smile

Das Prinzip der Operation basiert auf der Präparierung einer dünnen Hornhautlamelle (ca. 100 bis 140 Mikrometer dick) und der nachfolgenden Laserbehandlung der tieferen Hornhautregionen unter der aufgeklappten Lamelle. Nach der Bearbeitung der tieferen Hornhautregion wird die Lamelle wieder in ihre Ursprungsposition zurückgeklappt. Zu ihrer Befestigung genügen wenige Minuten, und es ist weder ein Nähen noch eine schützende Kontaktlinse nötig. Der Heilungsprozess nach einem LASIK-Eingriff verläuft vergleichsweise schnell (einige Stunden) und praktisch schmerzfrei, die Sehkraft wird fast sofort wiedererlangt und stabilisiert sich innerhalb weniger Tage. Dies bedeutet nur minimale Einschränkungen für den Patienten nach dem Eingriff.

LASIK meint einen chirurgischen Eingriff, bei dem die Lamelle mechanisch mit einem Mikrokeratom präpariert wird. Dieses chirurgische Instrument besteht aus zwei Teilen. Der erste saugt sich für einen besseren Halt an der Oberfläche des Auges fest, dadurch werden ungewollte Bewegungen vermieden. Der zweite Teil ist eine oszillierende Klinge, mit der ein glatter Schnitt ins Auge gemacht wird. Dieses Verfahren wurde immer mehr verfeinert, so dass die Dicke und die Form der Lamelle mittlerweile relativ genau bemessen werden können. Dieses Vorgehen erfordert einen geschickten und erfahrenen Chirurgen. Heute hat die modernere und vor allem sicherere femtoLASIK-Technologie diesen Operationstyp praktisch verdrängt. Deswegen wird die LASIK-Methode bei uns nicht mehr angewandt.

Bei dieser Methode wird ausschließlich die Energie des Femto-Sekundenlasers genutzt. Dabei wird keine klassische, offene Lamelle gebildet, sondern der Femto-Laser bildet in der Tiefe der Hornhaut eine Art dreidimensionale Linse. Diese wird dann aus dem sie umgebenden Gewebe herausgelöst und nach einem drei Millimeter großen Schnitt mit einer Pinzette aus der Hornhaut entfernt. Im Ergebnis wird die Hornhaut dadurch im Zentrum dünner und flacher. Deswegen eignet sich diese Methode nur zur Korrektur von Kurzsichtigkeit. 

Wahrscheinlich wird sich die Hornhaut-Laser-Chirurgie in Zukunft gerade in diese Richtung entwickeln. Allerdings müssen zunächst noch die größten Unzulänglichkeiten der Methode behoben werden. Das wohl größte Problem besteht darin, dass keine individualisierten Eingriffe durchgeführt und zum Beispiel kein irregulärer Astigmatismus beseitigt werden kann. Deswegen ist bisher das iDESIGN-iLASIK-Verfahren ausgefeilter. Als zweites bisher noch nicht gelöstes Problem lassen sich erneute Operationen nur sehr schwer durchführen. Dabei sind solche Eingriffe manchmal nicht nur wegen Ungenauigkeiten bei der ersten OP nötig, sondern auch wenn sich nach einer gewissen Zeit der ursprüngliche Refraktionsfehler vergrößert hat (wir operieren junge Patienten, deren Fehlsichtigkeit sich noch verändern kann).

Das sind einige Argumente dafür, warum wir diese Art Operationen bisher nicht bei uns durchführen.

ReLEx Smile – Bildung einer Lamelle mithilfe eines Femto-Lasers

ReLEx Smile – Entfernung der Hornhaut-Lamelle mit einem seitlichen Schnitt.

Füllen Sie bitte das folgende Formular aus, und wir antworten Ihnen so bald wie möglich mit einem Terminvorschlag.

Zudem werden die Eingriffe in standardisierte (konventionelle) und individualisierte Verfahren unterteilt.

Als standardisierte (konventionelle) Verfahren gelten jene, bei denen Patienten mit derselben Fehlsichtigkeit mithilfe eines identischen Eingriffs behandelt werden. Auf diese Weise lassen sich klassische Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und gegebenenfalls eine Kombination dieser Fehlsichtigkeit mit einem regulären Astigmatismus beheben. Die modellierte Oberfläche ist dann ebenmäßig, ähnlich wie bei einem Brillenglas. Dieses Verfahren bringt bereits seit vielen Jahren gute nachoperative Ergebnisse.

Was versteht man also unter einem individualisierten Eingriff, und warum wird er empfohlen? Vereinfacht gesagt, handelt es sich um ein Vorgehen „nach Maß“ für das Auge des Patienten unter Nutzung der allerneuesten Technologien.

Grundlage dieses individualisierten Eingriffs ist die Nutzung einer absolut exakten Voruntersuchung des Auges. Dadurch lassen sich auch komplexe Augenfehler erkennen. Die Operation ermöglicht nicht nur, Achsenfehler (Kurz- und Weitsichtigkeit) und Astigmatismus wie bei den konventionellen Eingriffen zu beseitigen, sondern auch Abweichungen größeren Umfangs und vor allem eventuelle Unregelmäßigkeiten. Nach der Voruntersuchung wird ein Operationsplan erstellt, in dem die Korrekturen an der Hornhautkrümmung vorgeschlagen werden. Diese Daten werden dann in den Steuerungsbereich des Lasers eingegeben.

Für diesen Operationstyp wird heutzutage fast immer per Femto-Technologie eine präzise Lamelle geschnitten. Nach dem Anheben der Lamelle wird das System zur absolut genauen Vermessung des Patientenauges aktiviert. Während der Dauer des gesamten Eingriffs werden durchgehend die Referenzpunkte auf der Iris, die aufgrund der Voruntersuchung erstellt wurden (sog. Iriskarte), mit den durch die Spezialkamera beim Eingriff errechneten Punkten verglichen. Damit wird ein exakter Einfall des Excimer-Laser-Strahls auf die Hornhautoberfläche auch bei natürlichen Augenbewegungen garantiert. Selbstverständlich ist auch die Qualität des Laserstrahls entscheidend, dieser muss beim Auftreffen eine perfekte Linie unterschiedlicher Stärke ziehen können. Nur so sind eine absolut perfekte Laserablation der Hornhaut und die Beseitigung aller optischen Fehler möglich. Deswegen wird bei der Nutzung individualisierter Technologien nach der Operation eine Sehschärfe von über 100 Prozent erreicht – so zum Beispiel beim Eingriff vom Typ iLASIK – iDESIGN.