Typen von Linsenimplantaten (Intraokularlinsen)

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Ein Linsenimplantat bedeutet Ihre visuelle Verbindung mit der Welt. Dessen sind wir uns bewusst, deswegen bieten wir in unserer Klinik die besten Kunstlinsen der renommierten Firma Johnson & Johnson an.
Diese bestehen aus sehr bewährtem Material, das keiner Biodegradation unterliegt, und sie werden vom Auge problemlos toleriert und bewahren ihre perfekten optischen Eigenschaften. Detailpräzision und ein ständig perfektioniertes Design auf der Grundlage modernster Erkenntnisse in der Ophtalmologie – das sind Linsen mit der Bezeichnung TECNIS®.

Linsenimplantate können folgende Eigenschaften haben:

  • monofokal (nur zur Korrektur von Kurz- oder Weitsichtigkeit)
  • torisch-monofokal (Korrektur von zugleich Kurzsichtigkeit und Astigmatismus oder Weitsichtigkeit und Astigmatismus)
  • multifokal oder EDOF-Linse (Korrektur von Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit zusammen mit Alterssichtigkeit)
  • multifokal und EDOF-Linse (Korrektur von Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit zusammen mit Alterssichtigkeit und Astigmatismus)

MONOFOKALE KUNSTLINSEN

  • Dient zur Korrektur einer einzigen Stärke, d. h. der Sicht in die Ferne, in mittlere Entfernungen oder in der Nähe.
  • Eignet sich für jene, denen es nichts ausmacht, auch nach der Operation eine Brille zu tragen.
  • Die höherwertige (asphärische) Optik dieser Linse ermöglicht ein besseres Sichtbild und genauere Detailtreue (ähnlich wie bei guten Fotoapparaten und Kameras).
  • Verbessert die Dämmerungssicht, was zum Beispiel beim Autofahren wichtig ist.
  • Alle Implantate der TECNIS®-Reihe haben einen UV-Filter.
  • Vorteil ist der einfache optische Teil, wodurch optische Nebeneffekte bei der Nachtsicht minimiert werden (s. weiter multifokale Implantate), was gerade Autofahrer zu schätzen wissen.

Falls der Patient eine Fernsicht ohne Brille wünscht, braucht er für die anderen Stärken (PC und Lesen) eine zusätzliche Korrekturhilfe (+1 Dioptrie für den PC und +2 Dioptrien fürs Lesen).
Sollte der Patient aber lieber in der Nähe ohne Korrekturhilfe sehen wollen, wird er nach dem Eingriff eine Brille mit in der Regel -2 Dioptrien brauchen.

  • Hat außer dem UV-Filter noch einen Filter für blau-violettes Licht für einen besseren Schutz der Netzhaut.
  • Ist die einzige Linse, die blaues Licht so herausfiltert, dass der gesunde Bereich des blauen Lichts durchkommt. Dieser verbessert die skotopische Empfindlichkeit und ist wichtig für den zirkadianen Rhythmus*.

Blaues Licht liefert 35 Prozent der skotopischen Empfindlichkeit (d. h. Dämmerungssehen). Für die Dämmerungssehschärfe sind die Stäbchen in der Netzhaut verantwortlich, aber nicht die Zapfen, die farbliches Sehen ermöglichen. Wird das blaue Licht zu stark herausgefiltert, kann dies die Nachtsicht verschlechtern. Damit steigt das Sturzrisiko, und es führt zu Problemen beim Autofahren.

Eine ganze Reihe von Studien unterstützt die Sinnhaftigkeit eines solchen Implantat-Typs bei Patienten, die bereits degenerative Veränderungen im zentralen Teil der Netzhaut aufweisen. Dasselbe trifft auf Patienten zu, in deren Familie diese Erkrankung schon häufiger nachgewiesen wurde.

*Der zirkadiane Rhythmus ist ein Biorhythmus mit einer Periodizität von 20 bis 28 Stunden, der Schwankungen in Aktivität und Wachsein über den Tag, den Monat oder das Jahr beschreibt. Von der Netzhaut, die der Detektor für hell und dunkel ist, führt ein Nervenstrang in das Zentrum des Hypothalamus. Dieses Zentrum wird nicht nur durch die Intensität des Lichtes beeinflusst, sondern auch durch den Adenosin- und den Melatonin-Spiegel. Adenosin ist ein Hormon, das beim Verbrauch von Energie im Körper entsteht. Steigt der Adenosin-Spiegel in den Abendstunden, nimmt die Müdigkeit zu. Bei tagesaktiven Lebewesen werden die Schlafaktivität und vor allem dann der Schlafrhythmus zu großen Teilen vom Hormon Melatonin gesteuert.

  • völlig neuer Typ eines monofokalen Linsenimplantats
  • Die einzigartige Konstruktion des zentralen optischen Teils „erhöht“ den Dioptrien-Wert um +1.
  • Obwohl es sich nicht um ein multifokales Implantat handelt (es fehlen die Ringe), verbessert es sowohl die Fernsicht, als auch die Sicht in mittlerer Entfernung.
  • Für das Lesen kleiner Buchstaben braucht der Patient aber weiter eine Brille, allerdings nur mit +1,0 bis +1,5 Dioptrie.
  • spezielles Linsenimplantat für die Korrektur von Astigmatismus oder von Astigmatismus im Verbund mit einem weiteren Sehfehler
  • hauptsächlich für Patienten mit einem höheren primären Astigmatismus von bis zu 5 Dioptrien (am häufigsten 1 bis 1,5 Dioptrien) oder für jene, deren Astigmatismus eine Folge einer Verletzung oder einer Augenoperation ist (z. B. nach einer Hornhauttransplantation)
  • Mit dem Implantat lässt sich bei jenen Patienten grundsätzlich eine bessere Sicht erreichen, bei denen ein anderes Verfahren (z. B. eine Laserkorrektur) nicht möglich ist.

Der Eingriff erfolgt nach demselben Prinzip wie bei den vorangegangenen Linsenarten: Die natürliche Linse wird durch eine künstliche ersetzt. Der Unterschied besteht aber im Zuschnitt des Implantats. Dieser wird für jeden Patienten aufgrund seines Achsenfehlers und des astigmatischen Wertes individuell berechnet.

Nach der Operation braucht der Patient eine zusätzliche Brille für die Nahsicht, falls er eine torische monofokale Linse erhalten hat. Es gibt aber auch die Variante einer torischen multifokalen Linse, bei der nicht einmal mehr eine Lesebrille nötig ist.

Ein Risiko des Eingriffs besteht darin, dass sich in der Folge das Implantat drehen kann und damit der Korrektureffekt stark gemindert wird. In solchen Fällen ist eine weitere Operation nötig, bei der die Linse in die richtige Position gebracht wird.

MULTIFOKALE KUNSTLINSEN

  • Die Linse hat mehrere optische Zonen, die für ein simultanes Bild der Dinge in der Ferne und in einer wählbaren Leseentfernung sorgen.
  • Zwischen 80 und 85 Prozent der Patienten brauchen nach der OP keine Brille mehr, und das sowohl für die Fernsicht, als auch für die Nahsicht. Die restlichen Patienten nutzen gelegentlich eine Brille (für sehr kleine Buchstaben).
  • Die Linse eignet sich nicht für jene Patienten, die mit schwierigen Lichtverhältnissen konfrontiert sind, das heißt z. B. häufig in der Nacht unterwegs sind.

Der Nachteil sind eine verringerte Kontrastempfindlichkeit und unerwünschte Lichtphänomene (Blendung und Halos – Lichthöfe). Diese Sehbeeinträchtigungen werden unterschiedlich stark empfunden, zeigen sich jedoch praktisch bei allen Patienten auf. Die meisten der Patienten beschreiben aber auch, dass sie mit größerer zeitlicher Entfernung zur Operation die Beeinträchtigungen immer weniger wahrnehmen.

Notwendige Voraussetzung dafür, dass die Möglichkeiten dieser Linse voll ausgeschöpft werden können, ist die Anpassung des Nervensystems an das neue Sichtbild. Diese sog. Neuroadaption braucht meist ein bis drei Monate, in der Fachliteratur wird aber auch von neun und mehr Monaten bei besonders empfindlichen Menschen geschrieben.

  • für Patienten mit einem Astigmatismus bis 4 Dioptrien
  • Es gelten dieselben Grundcharakteristiken wie für die bereits genannten Linsen-Typen.
  • Die Vorderseite des Implantats ist torisch-asphärisch, die hintere multifokal.
  • Bei der Implantation ist noch größere Genauigkeit gefragt als bei der monofokalen Version.

EDOF-KUNSTLINSEN

  • Die Linse besitzt eine erweiterte Tiefenschärfe: Extended Depth of Focus (EDOF nebo EDF) oder Extended Range of Vision
  • Für sie werden neue Technologien verwendet, die erst vor kurzem entdeckt wurden und als zukunftsträchtig gelten.
  • Dank der Nutzung achromatischer Technologie ist auch die Dämmerungssicht verbessert.
  • Empfiehlt sich für Patienten, die viel Wert legen auf gute Sicht auch in der Dämmerung, und für alle aktive Klienten und Fahrer.
  • Im Unterschied zu Multifokallinsen erweitern die EDOF-Implantate den Brennpunkt, und dies erhöht das Sichtspektrum und die Tiefenschärfe.
  • Können von unerwünschten Sehbeeinträchtigungen begleitet sein wie Blendung oder Halos um Lichtquellen (diese Effekte werden bei Linsen vom Typ Symfony® als „Star Burst“ umschrieben. Zugleich heißt es, dass die Intensität deutlich geringer sei als bei Multifokallinsen).
  • Im Vergleich zu Monofokal- und Multifokallinsen gewähren sie gleiche oder bessere Ergebnisse bei der Fernsichtschärfe, zugleich bieten sie tendenziell eine bessere nicht-korrigierte Schärfe bei mittleren Sehentfernungen (während multifokale IOL bessere Ergebnisse bei der nicht-korrigierten Nahsicht haben)

Diese Linse eignet sich daher vor allem für jene, die eine übergangslose Sicht von der Ferne bis auf ca. 40 bis 50 Zentimeter Nähe wollen. Für geringere Entfernungen und kleine Details sollte eine Sehkorrektur von bis zu +1 Dioptrie ausreichen. Im Alltag kommen aber 90 bis 95 Prozent der Patienten ohne jegliche Korrektur aus.

  • für Patienten mit Astigmatismus bis 4 Dioptrien
  • Es gelten dieselben Grundcharakteristiken wie für die bereits genannten Linsen-Typen.
  • Die Vorderseite des Implantats ist torisch-asphärisch, die hintere hat ein achromatisch-diffraktionelles Design.
  • Bei der Implantation ist noch größere Genauigkeit gefragt als bei der monofokalen Version.
  • Linse mit erweiterter Tiefenschärfe Extended Depth of Focus (EDOF oder EDF) oder Extended Range of Vision
  • Für sie werden neue Technologien verwendet, die erst vor kurzem entdeckt wurden und als zukunftsträchtig gelten.
  • Dank der Nutzung achromatischer Technologie ist auch die Dämmerungssicht verbessert.
  • Empfiehlt sich für Patienten, die viel Wert legen auf gute Sicht auch in der Dämmerung und in der Nacht sowie für alle aktive Klienten und Fahrer.
  • Wie die Linse Symfony® ermöglicht auch die Linse Synergy™ eine kontinuierliche Sicht mit hohen Kontrasten.
  • Es gibt keine Unschärfe und Übergänge zwischen den einzelnen Brennpunkten (wie sie bei allen Multifokallinsen bestehen).
  • Unliebsame Effekte wie „Halo“ und „Burst“ treten nur in reduziertem Maß auf, weil die Violett-Anteile des Spektrums herausgefiltert werden (OptiBlue).
  • Im Vergleich zu Monofokal- und Multifokallinsen gewähren sie gleiche oder bessere Ergebnisse bei der Fernsichtschärfe sowie auf mittlere Entfernungen.
  • Im Vergleich mit der Linse Symfony® sind auch die Ergebnisse bei der nicht-korrigierten Nahsichtschärfe besser.

Diese Linse eignet daher vor allem für jene, die eine übergangslose Sicht von der Ferne bis auf etwa 33 Zentimeter Nähe wollen. Der Anteil der Patienten, die keine weiteren Korrekturhilfen brauchen, wird bei diesem Implantat auf 95 bis 100 Prozent geschätzt.

Die Wahl des optimalen Implantats nach Maß hängt nicht nur von Ihren Bedürfnissen und Wünschen ab, sondern auch von den Ergebnissen der eingehenden Augenuntersuchung. Bitte sprechen Sie dies direkt mit dem behandelnden Chirurgen bei einem Beratungstreffen ab.