Weltkrebstag: Auch in den Augen kann sich ein Tumor bilden

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Weltkrebstag: Auch in den Augen kann sich ein Tumor bilden

Weltkrebstag: Auch in den Augen kann sich ein Tumor bilden

Am 4. Februar ist jedes Jahr Weltkrebstag. Mit diesem soll rund um die Erde das Bewusstsein für solche Erkrankungen geschärft werden. Dabei geht es um die Prävention, die Diagnostik und die Behandlung von Tumorerkrankungen.

Krebs kann auch die Augen befallen

Nicht jeder weiß, dass auch die Augen von einem Krebsgeschwür befallen werden können. Vor 30 Jahren war Augenkrebs noch eine Ausnahme, in der letzten Zeit steigen die Zahlen jedoch an. Und in Tschechien erkranken mittlerweile jedes Jahr mehrere Hundert Menschen daran. Der Tumor kann an den Augenlidern entstehen, am Rand oder an der Oberfläche der Augen genauso wie im Augeninneren. Gerade ein Melanom im Augeninneren gehört zu den bösartigsten Tumorerkrankungen überhaupt.

Wer ist betroffen?

Die größte Risikogruppe sind Menschen ab 45 Jahren, Frauen und Männer in gleichem Maße. Sie sollten sich verstärkt präventiv untersuchen lassen. Tumorerkrankungen der Augen können aber auch bei jeder anderen Altersgruppe entstehen, sogar bei Kindern. Und bei ihnen tritt am häufigsten das Retinoblastom auf, ein Tumor der Netzhaut, der vor allem kleine Kinder im Alter von bis zu zwei Jahren betrifft.

Wie erkennt man den Tumor, und was sind seine Ursachen?

Krebserkrankungen der Augen zeigen sich auf unterschiedliche Weise. Falls der Tumor an der Oberfläche sitzt, ist er relativ leicht zu erkennen – und zwar durch Verformungen des Augenlids oder des Auges, durch Verfärbungen der Bindehaut oder des Augenweiß, durch Ausbeulungen am Auge oder Sehbeeinträchtigungen wie ein verwischtes oder vernebeltes Sichtbild. Wenn der Tumor aber im Inneren des Auges sitzt, kann es auch einige Jahre dauern, bis sich etwas zeigt. Dann drohen Metastasen in Gehirn, Lunge oder Leber. Solche Tumore erkennt der Arzt am ehesten bei einer Vorsorgeuntersuchung.

Der Hauptgrund für das Entstehen von Augenkrebs ist das natürliche UV-Licht. Der Aufenthalt direkt an der Sonne ohne angemessenen Schutz schadet den Augen sehr. Zugleich hat auch unser heutiger Lebensstil einen negativen Einfluss – wenn wir uns nämlich die meiste Zeit in Innenräumen bei künstlichem Licht aufhalten und dadurch die Pigmentierung verlieren, die ansonsten im natürlichen Tageslicht entsteht und die Zellen von Augen und Haut schützt.

Prävention ist das A und O

Wie bei allen Krankheiten ist auch beim Krebs die Prävention am wichtigsten. Das Einfachste, was Sie für Ihre Gesundheit tun können, ist regelmäßig zur Vorsorge zu gehen. Bei diesen Untersuchungen kann der Arzt rechtzeitig Krankheiten erkennen und in der Folge schnell die Behandlung einleiten, was Ihr Leben retten kann.

Schützen Sie Ihre Augen!

Dass wir nicht nur im Sommer unsere Haut schützen müssen, ist allgemein bekannt. Genauso wenig dürfen wir aber den Schutz der Augen vernachlässigen. Die schädliche UV-Strahlung lässt sich am besten dadurch abhalten, dass wir eine Sonnenbrille mit ausreichenden Filtereigenschaften tragen. Die Ärzte empfehlen einen UV-Filter 400. Zudem sollte die empfindliche Haut rund um die Augen durch das Auftragen von Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor geschützt werden. Aber auch dann ist es am besten, den Aufenthalt in der Sonne – vor allem im Frühling und Sommer, wenn die UV-Strahlung am stärksten ist – wenigstens über den Mittag einzuschränken.

Tumor-Erkrankungen der Augen sind heilbar, entscheidend ist aber die rechtzeitige Diagnose. Je früher das geschieht, desto größer sind die Chancen des Patienten auf eine vollständige Gesundung und die Erhaltung des Sehvermögens. Deswegen sollten Sie die Vorsorge nicht vernachlässigen und sich bei jeglichen Befürchtungen an Ihren Arzt wenden!

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