
Mit diesem chirurgischen Eingriff wird eine hochgradige Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) behoben. Wenn die Hornhaut in einer Richtung stärker verkrümmt ist als in andere, bricht das eindringende Licht nicht an einem Punkt, sondern an mehreren Punkten im Augeninneren. Dadurch verschwimmt und verzerrt sich das Sichtbild.
Um den Astigmatismus zu beheben, werden in der Achse der stärksten Wölbung strategische Schnitte gemacht, um die Hornhaut maximal abzuflachen. Dadurch fällt das Licht genauer auf die Netzhaut, und das Sichtbild wird schärfer und klarer.
Die AK dauert einige wenige Minuten und kann allein oder zusammen mit weiteren Refraktionskorrekturen durchgeführt werden.
Diese Art der Keratotomie ist in mehreren Formen möglich, im Weiteren sind die häufigsten kurz beschrieben:
Bogenförmige Keratotomie
Bei der bogenförmigen Keratotomie werden in der Achse der stärksten Wölbung (7 bis 9 mm in der optischen Zone) mit einem Diamantskalpell rundliche Schnitte gemacht (ca. bis zu 95 Prozent tief in das Gewebe). Die Wirksamkeit der bogenförmigen Keratotomie erhöht sich, je länger die Schnitte sind und je mittiger (eine Inzision in der optischen Zone von 7 mm ist effektiver als in der Zone von 9 mm).

Stand nach einer limbalen relaxierenden Inzision per Femtolaser

Einstellung des Diamantmessers für eine manuelle Hornhaut-Inzision
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Limbale relaxierende Inzisionen (LRI)
LRI sind Schnitte von rund 600 µm Tiefe, die knapp vor dem Limbus (Übergang zwischen Hornhaut und Sklera) erfolgen. Vor allem durch eine größere Länge der Schnitte oder ihrer Verdoppelung erhöht sich die Wirkung der LRI. Für diese Art des Eingriffes wird ein spezielles Diamantskalpell verwendet.
Femtosekundenlaser-assistierte Keratoplastik (FLAK)
Das FLAK-Verfahren ist eine Alternative zum Eingriff mit einem Diamantskalpell. Der Femtosekundenlaser wird für präzisere bogenförmige Schnitte in der mittleren Peripherie der Hornhaut verwendet. Diese Art der Keratoplastik lässt sich auch in Kombination mit einem refraktiven Linsenaustausch oder einer Katarakt-Operation vornehmen. Mit ihr kann man höhere Stufen von Astigmatismus beheben, die als Folge einer Hornhaut-Transplantation entstehen können.
Das FLAK-Verfahren ist schmerzlos, präzise und schnell. Der Eingriff dauert in der Regel nur wenige Minuten, wobei der Laser einige Sekunden im Einsatz ist.