Xanthelasma und weitere kleine Schäden

Xanthelasma

Ein Xanthelasma ist gelblich gefärbte Hauteinlagerung, die meist im Bereich der Augenlider auftritt. Diese Einlagerungen entstehen durch Fettansammlungen und sind schmerzlos. Sie können eine erhöhte Konzentration von Fett im Blut (Hyperlipoproteinämie) anzeigen. Deswegen sollte man bei einem Xanthelasma den Cholesterinspiegel und den Fettanteil im Blut messen lassen. In jedem Fall ist es nicht ratsam, einen möglichen solchen Befund zu unterschätzen, denn dann besteht auch ein erhöhtes Infarktrisiko. Xanthelasmen können aber auch bei gesunden (eher älteren) Menschen auftreten und unterschiedliche Größen haben.

Behandlung von Xanthelasmen

Ein Xanthelasma wird durch das Herausschneiden entfernt. Der Eingriff erfolgt in Lokalanästhesie. Die Schnitte erfolgen dabei in den natürlichen Falten des Augenlids, also in der Falte des Oberlids und unter den Wimpern des Unterlids. Nach dem Herausschneiden wird die kleine Wunde vernäht, die Fäden werden nach sieben bis zehn Tagen gezogen. Es handelt sich um einen leichten Eingriff, bei dem der Patient nichts zu befürchten hat. Allerdings bildet sich in einer Reihe von Fällen erneut ein Xanthelasma, wobei eine weitere Operation möglich ist.

Falls die Untersuchungen ergeben, dass die Hauteinlagerung aufgrund einer Hyperlipoproteinämie entstanden ist, werden eine Diät und weitere Maßnahmen nötig, die das Infarktrisiko senken.

Xantelasma

Fibrom

Fibrom

Ein Fibrom (Dermatofibrom) ist eine ungefährliche, rotbraune Hautwucherung. Meist hängt es wie ein Säckchen an der Haut. Das Fibrom bereitet keine Schmerzen und hat die Farbe der umliegenden Haut oder ist dunkler. Die Größe reicht von sehr klein bis zu einigen Zentimetern groß. In der Regel ist es rundlich oder länglich und hängt meist an einem kleinen Stiel. Dieser Stiel kann sich so eindrehen, dass kein Blut mehr zum Fibrom fließt und die Wucherung sich entzündet, rot wird und schmerzt. Die Entzündung kann entweder auf die Umgebung übergreifen, oder das Fibrom fällt ab, und die Stelle verheilt von selbst. An gut sichtbaren Stellen sind Fibrome ebenso entstellend wie Warzen. Sie können aber leicht entfernt werden. Das bietet sich vor allem an, wenn das Fibrom hinderlich ist, entstellend, oder wenn es wächst.

Behandlung eines Fibroms

Ein Fibrom kann auf zwei Weisen behandelt werden: mit dem Elektrokauter oder durch eine Exzision (Herausschneiden).

  • Elektrokauterisierung

Der Elektrokauter entfernt das Gewebe durch Hitze, die durch hochfrequenten Wechselstrom entsteht. Der Eingriff ist nur wenig schmerzhaft, es reicht eine örtliche Betäubung.

Die Behandlung hinterlässt meist keine Narbe. Der Elektrokauter arbeitet millimetergenau und entfernt das überschüssige Gewebe, ohne dass es blutet. Nach der Behandlung entsteht Schorf auf der Haut, den man aber nicht wegkratzen sollte, die Stelle verheilt von selbst innerhalb von zwei Wochen.

  • Exzision (Herausschneiden) und Vernähen

Die Operation wird unter streng sterilen Verhältnissen durchgeführt, und das bei Lokalanästhesie. Bleibt eine größere Wunde zurück, wird diese verbunden, kleinere können hingegen problemlos offen verheilen. Die Heilungsdauer unterscheidet sich nach dem Ort des Eingriffs. In der Regel sind es sieben bis zehn Tage, innerhalb dieses Zeitraums werden auch die Fäden gezogen.

Bei Bedarf lässt sich das herausgeschnittene Gewebe auch zur histologischen Untersuchung geben, dies ist der größte Vorteil gegenüber einem Laser-Eingriff.

Papillom

Es tritt entweder als blumenkohlartige Warze auf der Haut des Augenlids auf oder als flächige warzenähnliche Wucherung. Meist entstehen gleich mehrere auf einmal. Hervorgerufen wird es durch humane Papillomaviren, und auch Kinder können davon betroffen sein. Häufig kommt es zu einem wiederholten Befall.

Behandlung eines Papilloms

Die Behandlung erfolgt chirurgisch und besteht darin, dass die Wucherung (oder die Wucherungen) mit einem Elektrokauter oder durch Herausschneiden entfernt werden. Bei einem Rückfall empfiehlt es sich, ein Herausschneiden eventuell mit einer Kryotherapie (Vereisung) zu kombinieren sowie eine allgemeine Behandlung zu starten.

Papillom

Verruca vulgaris (Warze)

Verruca vulgaris (Warze)

Wird durch eine Infektion der Haut mit dem Papillomavirus verursacht. Warzen können an jeder Stelle am Körper auftreten, vorrangig aber an der Hand.

Man unterscheidet singuläre sowie multiple Warzen, bei denen sich in der Umgebung der größeren, der sog. Mutterwarze, häufig kleinere Tochterwarzen befinden. Sie entstehen am häufigsten durch direkten Kontakt, aber auch eine indirekte Übertragung (Schwimmbad, Gegenstände) ist möglich. Die gewölbten Knötchen haben eine harte Oberfläche, die aus rissiger Hornhaut besteht. Die Größe kann zwischen einem Millimeter und mehreren Zentimetern liegen. Im Unterschied zu einigen anderen Typen von Warzen kommt es bei dieser Form in der Regel nicht zu einer malignen Transformation.

Behandlung von Verrucae

Die Behandlung ist schwierig. Die Infektion kehrt auch nach einem chirurgischen Eingriff häufig wieder. Einzelne Warzen werden durch Elektrokauterisation oder Exzision bei Lokalanästhesie entfernt. Bei multiplem Auftreten ist es wichtig, dass die Mutterwarze erfolgreich beseitigt wird.

Atherom

Ein Atherom ist eine gutartige Zyste, die durch eine Verstopfung der Talgdrüsen der Haut entsteht und meist von einer übermäßigen Talgproduktion begleitet ist. Komplikationen entstehen meist durch ein schrittweises Wachsen der Zyste (auf bis zu mehrere Zentimeter Umfang), aber am schwerwiegendsten ist die Gefahr einer Vereiterung.
Der chirurgische Eingriff besteht darin, durch einen Schnitt den Inhalt der Zyste zu entfernen. Danach wird die Wunde durch ein chirurgisches Löffelchen gereinigt und vernäht, gegebenenfalls wird eine Drainage angelegt.

Bei Komplikationen durch Entzündungen und bei Zysten im Gesichtsbereich werden präventiv Antibiotika verabreicht.